Rosetells
Das Kind in der Hütte PDF Drucken

Durch das baumlose Tal jagte ein eisiger Wind und wirbelte den gerade gefallenen Schnee wieder hoch, während sich von den glatten und oft steilen Felswänden immer wieder Schneebretter lösten und sich lawinenartig ins Tal ergossen.
Der Himmel, so weit man überhaupt etwas von ihm sehen konnte, unterschied sich in nichts von dem Milchiggrau der Landschaft. Beide verschmolzen in dem Wirbel von Schneeflocken – der Horizont war nicht auszumachen, von der Landschaft nichts zu erkennen.
Die drei Reiter, die den Naturgewalten ausgeliefert waren, hatten sich verirrt. Es war nichts zu erkennen gewesen, wonach sie sich hätten orientieren und die Richtung bestimmen könnten.So überließen sie es ihren Pferden, sich durch den meterhohen Schnee zu kämpfen. Um sich nicht zu verlieren, hatten die Männer jeweils das Lasso des Vordermannes am Sattelknauf festgemacht. Nur hin und  wieder tauchte der Vordermann schemenhaft aus dem Schneetreiben auf. Es waren arbeitslose Cowboys. Da es in der kalten Jahreszeit nicht viel zu tun gab, wurden die meisten Cowboys nach dem Herbst entlassen. Nur wenige Rancher waren so anständig, ihre Leute zu behalten und durchzufüttern. Die Cowboys, nun auf sich selbst angewiesen, ritten entweder von Ranch zu Ranch, um eine Mahlzeit und ein Obdach zu erbitten, oder versuchten in den Städten, mit Gelgenheitsjobs den Winter zu überbrücken. Andere gingen auf Wolfsjagd, um die ausgesetzten Prämien zu verdienen. Nicht wenige zogen für diese Zeit in die Zeltdörfer der Indianer. Warum die drei Männer die Geborgenheit der Indianerzelte aufgegeben hatten, wussten sie selber nicht zu erklären. Eine innere Unruhe, wie sie wohl oft Menschen zu eigen ist, die mit der Natur verwachsen sind, hatte sie befallen und trotz der bitteren Kälte und  des Sturmes zum Aufbruch gedrängt.
Sie wussten nicht , wie lange sie so geritten waren, als die Pferde verhielten und die Luft schnaubend durch die Nüstern sogen. Die Männer schreckten hoch. Sie konnten nichts Auffälliges bemerken- ihre Blicke vermochten trotz größter Anstrengung den Schneewirbel nicht zu durchdringen.
Schon wollten sie die Pferde wieder auftreiben, als sie den dünnen Geruch eines Herdfeuers wahrnahmen. Wo ein Feuer ist, mussten auch Menschen sein- und dies erschien ihnen merkwürdig genug, denn diese Gegend war für jegliche Ansiedlung zu unfreundlich. Höchstens ein Goldgräber, der von der Fruchtbarkeit des Bodens und der Witterungsbedingungen unabhängig ist, hätte hier hausen können.Sie lenkten die Pferde in die Richtung, aus der der Geruch zu kommen schien. Es war erst zu erkennen , als sie genau davor standen: es sah aus wie ein vom Wind angewehter Schneehügel- völlig unauffällig, wäre da nicht ein altes Stück Ofenrohr gewesen, aus dem eine dünne Rauchfahne hervorquoll.
Was sie da vor sich sahen, war ein Dugout, eine jener Erdhütten, die man einfach in den Boden grub oder in den Fuß eines Hügels hinein baute und mit Grassoden oder Adobeziegeln zudeckte und verschloss.Außer dem Rauchabzug hatten die Einraumbehausung einen Luftschacht, aber keine Lichtöffnung.
Mühsam stiegen die Männer von den Pferden. Sie suchten den Eingang der Hütte, legten ihn frei und traten ein. Da die Feuerstelle den Raum nur wenig erhellte, dauerte es eine Weile, bis sich die Augen der Reiter an das schummerige Licht gewöhnt hatten. Dann ließen sie ihrer Blicke schweifen. Etwa in der Mitte des Raumes lag in einem alten, mit einer Decke gepolsterten Stück         
Wasserrinne ein wenige Wochen alter Säugling und schlief. Daneben, auf einem einfachen Lager aus Stroh und einer darüber gelegten Pferdedecke, hatte bis jetzt die junge  Mutter geruht, die sich beim Eintritt der fremden Männer erhob. Sie trug ein einfaches, fast farbloses Kleid, das in krassem Gegensatz zur ansonsten hübschen Erscheinung der jungen Frau stand. Auf der gegenüberliegenden Seite des Raumes hatte ein schon etwas älterer Mann in abgewetzten Leggins und einem groben Baumwollhemd die letzten Holzscheite in das Feuer gelegt.
Möbel gab es keine in dem Raum. Die Wände waren kahl. Die ganze Habe der Familie bestand aus dem, was sie am Leibe trugen. Auch schienen sie die alte Goldgräberhütte noch nicht lange zu bewohnen; vielleicht waren sie auch nur durch die Niederkunft der Frau dazu gezwungen gewesen. Denn hier im Westen war eine Frau in der Lage, selbst bei ärmlichsten Verhältnissen ihr Heim auf Dauer wohnlich einzurichten.
Ferner war weder ein Holzvorrat zur Unterhaltung des Feuers angelegt, noch schien es genügend Nahrungsmittel zu geben.
Trotz dieser Armut strahlte die kleine Familie stilles Glück und Zuversicht aus. Der Mann hatte sich nun auch erhoben. Er legte den Finger auf die Lippen und winkte die Fremden an das Kinderbett heran. Obwohl sie sich bemühten, leise zu sein, erwachte das Kind aus dem Schlaf. Still standen die Männer um das Bett, die Hüte in der Hand. Die Unruhe in ihnen, die sie zum Aufbruch gedrängt hatte, war einem anderem Gefühl gewichen. Sie wussten sich am Ziel ihres Rittes: es lag dort vor ihnen und lächelte sie an.  Den sonst so harten Männern traten die Tränen in die Augen. Sie wandten sich ab und schnäuzten sich- sie schämten sich ihrer eigenen Rührung. Die große Armut dieser Leute dauerte sie derart, dass sie hinaus zu ihren Pferden gingen und die Satteltaschen umkehrten. Reich waren sie selber nicht, aber was sie entbehren konnten, brachten sie in die Hütte und legten es auf den Boden: eine neue Bettrolle, einen großen Sack getrockneten Büffelmist für das getrocknete Feuer und vor allem eine Dose Kaffee, einen Beutel Bohnen und eine halbe Speckseite.
Es war nicht ihre Art, Dank zu erwarten. Schweigend, wie sie gekommen waren, verließen sie die Hütte wieder. Das Schneetreiben hatte sich überraschend gelegt. Sie stiegen auf ihre Pferde und ritten zurück.


Norbert Borengässer, geschrieben: 1980

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 24. Dezember 2009 um 17:12 Uhr
 
Die Tafel PDF Drucken

In Deutschland gibt es Lebensmittel im Überfluss, und dennoch haben nicht alle Menschen ihr täglich Brot.
Die Tafeln bemühen sich um einen Ausgleich;
Sie sammeln „überschüssige“, aber benutzbare Lebensmittel, und geben diese an Bedürftige weiter.
Tausende ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, Spender und Sponsoren machen es möglich.
Wir von der Willi-Graf-Realschule machen bei der Aktion „Die Tafel“ mit. Jede Klasse die teilnimmt packt in weihnachtlich eingepackte Päckchen etwas zum Naschen, Spielzeug oder sonstiges hinein.
Dabei ist jeder Klasse selber überlassen wie viele Päckchen gepackt werden und wie viel in die Päckchen gepackt wird, denn nur der Gedanke zählt und nicht wie viel in dem Päckchen ist.
Wir hoffen natürlich, dass wir damit vielen Kindern eine Freude machen können.

Denise Dietsch

 
Herbst PDF Drucken

Blätter fallen- werden vom Winde in eine andere Richtung geweht
Wind rauscht- man spürt’ s, gleich wo man auch steht.
Kälte erschwert- von langen Mänteln werden wir geschützt.
Wolken ziehen auf- doch frieren, als ob nichts gegen die Natur gar nützt.
Blumen verblühen- Über allem liegt ein rauer Hohn,
Frost herrscht- verstecken will sich doch jede Generation.
Wärme fühlen- Das Kribbeln in Wange und Fingerspitzen,
Gemütlichkeit empfinden- Augen, die funkeln und blitzen.
Ruhe genießen- Nun wirklich geschützt; eingemummt zwischen Kamin und Wand,
Sicherheit bemerken- ist diesem Mensch klar, er will keine kalte Hand.

 
Weihnachten: Jesus ist geboren! PDF Drucken

An Weihnachten feiert man die Geburt Jesu ! Zu diesem Fest gehört das Christkind und das verteilen der Geschenke, die sogenannte „Bescherung“. Der Abend vor dem ersten Weihnachtstag ist Heiligabend. An diesem Tag gehen viele in die Kirche zum Gottesdienst. Dort singt man Lieder und hört die Weihnachtsgeschichte aus der Bibel.
Manchmal spielen die Kinder auch ein Krippenspiel, in dem die Weihnachtsgeschichte dargestellt wird, wie sie im Lukasevangelium steht. Nachdem Gottestdienst ist Zeit für die Geschenke die vorher unter den Baum gelegt wurden. Darauf freuen sich alle; am meisten die Kinder. Sie schreiben ihrer Wünsche auf einen Wunschzettel und schicken diese an das Christkind. Abgeschlossen wird der heilige Abend meistens mit einem leckeren Essen- und dann, am Weihnachtstag dem 25.12 geht das feiern weiter. Die Advents- und Weihnachtszeit ist eine Zeit der Hoffnung. In dieser Zeit denken wir daran, dass Gott uns seine große Liebe gezeigt hat. So groß ist seine Liebe, dass sein einziger Sohn als kleines Kind in einem Stall zur Welt kam. Das war Gottes Geschenk an uns. Wir brauchen es nur anzunehmen. Und aus diesem Grund können wir Weihnachten feiern. Auch dann, wenn die äußeren Umstände nicht gut sind und wir eigentlich gar nicht feiern wollen. Jesus will jedem Hoffnung und Hilfe geben.
 

Denise Dietsch

 
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Hey Leute,
leider ist die Seite der Online-Schülerzeitung bis Weihnachten nicht fertigzustellen, deswegen geben wir euch hier, anlässlich des bevorstehenden Weihnachtsfestes eine kleine Kostprobe.
Jedoch hoffen wir mit Unterstützung von Herrn Schnitker, dies sobald wie möglich ändern zu können. Wir wünschen euch frohe Weihnachten, einen guten Rutsch ins’ neue Jahr und nun erst einmal viel Spaß beim lesen.
Euer Schülerzeitungsteam

Christine Borengässer