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Schule
Pressespiegel
Artikel 124
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Raumnot zieht sich wie ein roter Faden durch die HistorieVON PATRIK REINARTZ, 07:02h Bis 1975 wurden nur Mädchen aufgenommen.Euskirchen - Seine Wette hat Helge Biethahn mit Leichtigkeit gewonnen: Mindestens 900 Teilnehmer, so hatte der Rektor prognostiziert, sollten zum Ehemaligen-Treffen der Willi-Graf-Realschule kommen. Letztendlich waren es über 1000 frühere Schüler, die ihre Erinnerungen an die Pennäler-Zeit am Freitag im Festzelt auffrischten. Der Leidtragende der überwältigenden Resonanz war Thomas Ketterer: Als Wettverlierer muss der stellvertretende Schulleiter jetzt 50 Euro berappen. Das Ehemaligen-Treffen markierte den Auftakt zur Jubiläumsfeier der Willi-Graf-Schule, die am Wochenende 40 Jahre alt wurde. Zum Festakt, der am Samstag in der Turnhalle über die Bühne ging, waren ebenfalls zahlreiche Gäste gekommen. Mit von der Partie waren auch Helge Biethahns Amtsvorgänger: Margret Gerke leitete die Schule von 1963 bis 1986, Heinz Arnolds war von 1987 bis 1995 Rektor. Die Geschichte der Lehranstalt ließ Landrat Günter Rosenke Revue passieren: Die Gründung der Willi-Graf-Realschule, so der Landrat, beruhte eigentlich auf einem gescheiterten Experiment. In der Kaplan-Kellermann-Realschule, 1950 aus der Taufe gehoben und zunächst nur von Jungen besucht, wurde Anfang der 60er Jahre eine gemischte Klasse für Schüler beiderlei Geschlechts eingerichtet. Ein Versuch, der missglückte - jedenfalls nach der Auffassung der damaligen Zeit. Im Jahre 1963 entschloss man sich deshalb, als Pendant zur Lehranstalt für Jungen eine reine Mädchenschule zu gründen. Steigende SchülerzahlenBeide Schulen waren zunächst im gleichen Gebäude an der Kölner Straße untergebracht. Aufgrund stetig steigender Schülerzahlen bezog die Mädchenschule Mitte der 70er Jahre neue Räume - an der benachbarten Ursulinenstraße, wo zuvor die Marienschule ihr Quartier hatte. In dieser Zeit wurde die Schule auch nach dem Widerstandskämpfer Willi Graf benannt. Eine Zäsur gab es dann 1975: Seitdem werden an den beiden Euskirchener Realschulen sowohl Jungen als auch Mädchen unterrichtet. 53 Lehrer arbeiten heute an der Willi-Graf-Realschule. Sie unterrichten 940 Schüler in 32 Klassen. Das Geburtstagskind, so Landrat Rosenke, ist damit die größte Realschule im Kreis Euskirchen. Was Bürgermeister Friedl nicht immer zur Freude gereicht. Die Raumnot zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der Willi-Graf-Realschule. In der Vergangenheit wurde angebaut, umgebaut, erweitert und renoviert - indes, es nütze alles nichts. Wenn es in Zukunft aufgrund zu hoher Anmeldezahlen zu einem Auswahlverfahren kommen müsse, so betonte Friedl in seiner Rede, dann werde die Stadt sich weigern, Schüler aus Euskirchen abzuweisen. Aufgelockert wurde der Festakt von Tanz- und Musikvorführungen der Schüler, außerdem stand nach der Festrede von Helge Biethahn ein Schulfest mit Ausstellungen, Spielen und anderen Aktionen auf dem Programm. |
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