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Artikel im Kölner Stadt-Anzeiger vom 14.10.2003 Schulen halten Andenken
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Der gebürtige Kuchenheimer, Mitglied der Bewegung "Weiße Rose", bezahlte seine Kritik am NS- Regime mit dem Leben.VON F.A. HEINEN |
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Willi Graf, Mitglied der Widerstandsgruppe "Weiße Rose", wurde am 12. Oktober 1943 von den Nationalsozialisten im Gefängnis München-Stadelheim hingerichtet |
"Freiheit der Rede,
Freiheit des Bekenntnisses, Schutz des einzelnen Bürgers
vor der Willkür verbrecherischer Gewaltstaaten,
das sind die Grundlagen des neuen Europa": Anfang
1943 war es lebensgefährlich, in Hitler-Deutschland
solche Forderungen auf Flugblättern zu erheben.
Der gebürtige Kuchenheimer Willi Graf tat es dennoch
in der um Hans und Sofie Scholl entstandenen Widerstandsgruppe
"Die weiße Rose".' Die Geschwister Scholl
wurden am 18. Februar 1943 von der Gestapo verhaftet
und durch den berüchtigten Volksgerichtshof unter
Roland Freisler zum Tode verurteilt. Bei der Suche nach
Freunden der Scholls stießen die Häscher
bald auch auf Willi Graf. Nach monatelanger Gestapo-Haft
lautete das unbarmherzige Urteil auf Todesstrafe wegen
Hochverrats. Der Kuchenheimer, der die Diktatur mit
politischen Mitteln bekämpfte, endete dafür
auf dem Schafott. Am 12. Oktober 1943 gegen 17
Uhr fiel im Gefängnis München-Stadelheim das
Fallbail Die beiden dortigen Willi-Graf-Schulen, ein Gymnasium
und eineRealschule, hatten eine umfangreiche Ausstellung
über das kurze Leben des Widerstandskämpfers
organisiert. Dazu steuerte Anneliese Knoop-Graf Schwester
von Willi Graf, etliche Bilder aus ihrem Familienalbum
bei. |
Willi Graf wurde am 2. Januar 1918 in Kuchenheim als Sohn des Leiters der dortigen Molkerei geboren. Vier Jahre später verzog die ebenso katholisch-religiöse wie wohlhabende Familie nach Saarbrücken. Willi Graf besuchte dort das; Gymnasium und schloss sich einer. kirchlichen Jugendbewegung an. Nachdem Ende 1936 die Hitler-Jugend praktisch verpflichtend
wurde, weigerte Graf sich beizutreten. Stattdessen
machte er mit bei einem damals illegalen konfessionellen
Jugendbund. |
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Wenig später wurden Hans und Sophie Scholl vom Pedell der Universität mit Flugblättern des Widerstands gefasst, die Verhaftungswelle begann. Willi Graf erwies sich als standhaft auch in den Gestapo-Verhören. Er gab keinen Namen preis und rettete damit einigen Gleichgesinnten das Leben. |
Prälat Moll predigt
"Willi Graf - vor 60 Jahren hingerichtet" heißt der Titel einer Gedenkveranstaltung, zur der die Pfarrgemeinde St. Nikolaus Kuchenheim und das katholische Bildungswerk Euskirchen für Samstag, 19. Oktober, einladen. Um 15 Uhr beginnt eine Ausstellung Im Pfarrzentrum in der .Schattenbergstraße über das Leben des Widerstandskämpfers und seine Wurzeln In Kuchenhelm. Um 18 Uhr wird in der Kirche St. Nikolaus ein Gedenkgottesdienst gefeiert. Die Predigt hält Prälat Dr. Helmut Moll. Wiederum im Pfarrzentrum steht um 19 Uhr ein Vortrag voo Christoph Studt vom Historischen Seminar der Universität Bonn auf dem Programm. Er spricht zum Thema "Willi Graf und die Weiße Rose". Weitere Informationen gibt es unter Tel. 02251- 51826
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