Schullogo

Willi-Graf-Realschule
Artikel im Blickpunkt vom 12.11.2000






Willi-Graf Realschule gedachte mit Feier ihrem Namengeber

Schulleiter Biethahn appeliert an Verantwortungsbewusstsein der Schüler

Euskirchen (fr). 25 Jahre sind seit der Umbenennung der ehemaligen Mädchenschule in die Willi-Graf-Realschule vergangen - ein geeigneter Anlass für Schulleiter Helge Biethahn, ein Treffen aller sechs WilliGraf-Schulen in Deutschland auszurichten.
So begrüßte er alle Schülerinnen und Schüler sowie die Gäste aus Saarbrücken, München, Berlin, Koblenz, St. Ingbert (Saar) und Willich im Rahmen einer kleinen Feier in der Sporthalle der Schule. Der Begriff der Gemeinschaft, den Willi Graf seiner Zeit so sehr geprägt hat, stand im Mittelpunkt der Rede Biethahns und rief allseits zum Nachdenken auf. So sollten heutzutage "alle ein bisschen Willi-Graf sein", denn in einer Zeit, in der wieder laut über die Bedrohung von Rechts nachgedacht werden müsss, sei es wichtiger denn je geworden, Verantwortung zu zeigen und Geschlossenheit zu demonstrieren.
Es folgten im Anschluss Darbietungen von Schülerinnen und Schülern, die sich im Unterricht mit der Person und dem Leben Grafs beschäftigt haben und damit , so Biethahn, "dem Namen von Willi Graf eine gebührende Ehre erweisen". Warum war es vor 25 Jahren gerechtfertigt, die Schule nach Willi Graf zu benennen und ihm damit eine Vorbildfunktion zu übertragen? Die Antwort der Schülerinnen und Schüler fiel kurz aber eindeutig aus: "Er hatte die gleichen Wünsche und Hoffnungen wie wir."

Baez, Knoop

Mathilde Baez (1.), Anneliese Knoop-Graf
(Mitte), Schwestern von Willi-Graf,
nahmen an der Feierstunde teil.
Rechts Schulleiter Helge
Biethahn.
Foto: Alexandra Franzen

Frau Knoop-Graf

Anneliese Knoop Graf, die Schwester von
Willi Graf, sie appellierte an die Schüler,
allen Machenschaften gegenüber standfest
zu sein.

Graf, der 1918 in Kuchenheirn geboren, beteiligte sich im zweiten Weltkrieg aufgrund seiner tiefen religiösen Überzeugung an den Aktionen der MünchenerWiderstandsgruppe "Weiße Rose" gegen die Nazis. Im Februar 1943 wurde er verhaftet, im April zum Tode verurteilt und im Oktober 1943 hingerichtet. Graf kämpfte aus innerster Überzeugung gegen Rassismus und Rechtsradikalismus - sein tiefes Verantwortungsbewußtsein steht deswegen auch heute noch und besonders in der Zukunft verantwortlich für die Schulgemeinde.
Besonders erfreut und stolz zeigte sich Biethahn über die Anwesenheit von Anneliese Knoop-Graf und Mathilde Baez, die beiden in Saarbrücken lebenden Schwestern von Graf. .Willi ist einer von euch" betonte Anneliese Knoop-Graf in ihrer Ansprache und gab damit den jungen Menschen besonders Eines mit auf ihren Lebensweg: "Wehrt euch gegen alle Machenschaften, die von sich sagen, wir sind die Größten und haltet durch".

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