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Energiesparprojekte: "Zahltag" für vier Schulen
Von Norbert Katemann Euskirchen.
"Zahltag" war gestern in der Euskirchener Willi-Graf-Realschule.
Mit vier überdimensionalen Schecks unter dem Arm war Euskirchens
Bürgermeister Dr.Uwe Friedl in den Neubau der Schule gekommen,
um dort eine Vereinbarung einzulösen: Die Stadt Euskirchen hat sich vor etwa vier
Jahren verpflichtet, den städtischen Schulen, die Energiesparprojekte
auf die Beine stellen und durchführen, den daraus resultierenden
Gewinn zur freien Verfügung aufs Schulkonto zu überweisen.
Mitgemacht haben die Marienschule, von der auch damals
der Anstoß kam, die Willi-Graf-Realschule, die Kaplan-Kellermann-Realschule
und die Hermann-Josef-Schule. Ihre Vertreter konnten nun
wieder beachtliche Energiesparprämien, diesmal für das
Jahr 2001, einstreichen. Die Marienschule erzielte 4.650 Euro (Energiesparprojekt
und Solaranlage), die Willi-Graf-Realschule 1.638 Euro, die Kaplan-Kellermann-Realschule
2.361 Euro und die Hermann-Josef-Schule 545 Euro. Insgesamt
hat die Stadt, die die von den Schulen vorgeschlagenen Maßnahmen
finanziert, im letzten Jahr 67.333 Euro weniger für Energie
aufwenden müssen. Die Investitionen abgezogen, blieben mehr
als 9.000 Euro Gewinn. Wie Bürgermeister Friedl und
der städtische Umwelt- und Energiebeauftragte Eduard Arbach
nach der Scheckübergabe ausführten, wurden nicht nur die
Energie- und Wasserkosten der beteiligten Schulen erheblich gesenkt,
sondern auch die durch Heizung und Stromverbrauch freigesetzten
Emissionen verminderten sich entsprechend. So konnte der
Kohlendioxidausschuss von 1.100 Tonnen im Jahr um 330 auf 770 Tonnen
pro Jahr reduziert werden. Erreicht worden sind diese
Ergebnisse durch eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen. Daran
beteiligt waren Schüler und Lehrer, die zum Beispiel dafür
gesorgt haben, dass nicht unnötig Licht brannte, Räume
nicht überheizt oder Fenster geschlossen wurden.
In den beiden Realschulen haben die Schüler auch bei der Wärmedämmung
der Dachböden aktiv mitgeholfen. Sie haben darüber hinaus
Vorschläge für technische Verbesserungen wie etwa Bewegungsmelder
erarbeitet. Eine zentrale Rolle beim Energiesparen sei
den Hausmeistern zugekommen, lobte der Bürgermeister ausdrücklich.
Bei ihren täglichen Rundgängen durch die Häuser hätten
sie stets darauf geachtet, das unnötige Verbraucher ausgeschaltet
oder die technischen Anlagen wie Heizungen und Lüftungen energiesparend
eingestellt und betrieben wurden. Unter dem Strich haben
sich also sowohl die Investitionen der Stadt als auch der Einsatz
der Projektteilnehmer gelohnt. Die Schüler haben erfahren,
dass man gegen Energieverschwendung etwas tun kann. Mit
170.898 Euro übersteigen die bisher in den vier Jahren eingesparten
Energiekosten bereits jetzt den Betrag, der für Maßnahmen
investiert wurde. Diese Erfolge blieben natürlich
bei anderen Schulen nicht unbemerkt, sagte Arbach, so dass bei der
Stadt bereist mehrere Anfragen für weitere Projekte eingegangen
seien. Um dem gerecht zu werden, hat Bürgermeister Friedl nunmehr
allen städtischen Schulen, die aktiv beim Einsparen von Energie
und Wasser mitmachen, eine Prämie in Aussicht gestellt. Friedl:
"Wenn alle Schulen mitarbeiten wie die vier Vorreiter,
dann wird das Ergebnis der Umwelt und dem städtischen Haushalt
Entlastung bringen und den Fördervereinen zusätzliche
Mittel."
(nach oben)
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