< > Artikel in der Kölnischen Rundschau vom 18.01.2002

Schullogo

Willi-Graf-Realschule
Artikel in der Kölnischen Rundschau vom 18.01.2002

mail

Gästebuch

Übersicht

Titelseite

Euskirchen

Willi Graf

Schule


Pressespiegel
Artikel 94
Artikel 93
Artikel 92
Artikel 91
Artikel 90
Artikel 88
Artikel 87

  Energiesparprojekte:
"Zahltag" für vier Schulen

Von Norbert Katemann

Euskirchen. "Zahltag" war gestern in der Euskirchener Willi-Graf-Realschule. Mit vier überdimensionalen Schecks unter dem Arm war Euskirchens Bürgermeister Dr.Uwe Friedl in den Neubau der Schule gekommen, um dort eine Vereinbarung einzulösen:Energiesparen 2002

Die Stadt Euskirchen hat sich vor etwa vier Jahren verpflichtet, den städtischen Schulen, die Energiesparprojekte auf die Beine stellen und durchführen, den daraus resultierenden Gewinn zur freien Verfügung aufs Schulkonto zu überweisen.

Mitgemacht haben die Marienschule, von der auch damals der Anstoß kam, die Willi-Graf-Realschule, die Kaplan-Kellermann-Realschule und die Hermann-Josef-Schule.

Ihre Vertreter konnten nun wieder beachtliche Energiesparprämien, diesmal für das Jahr 2001, einstreichen. Die Marienschule erzielte 4.650 Euro (Energiesparprojekt und Solaranlage), die Willi-Graf-Realschule 1.638 Euro, die Kaplan-Kellermann-Realschule 2.361 Euro und die Hermann-Josef-Schule 545 Euro.

Insgesamt hat die Stadt, die die von den Schulen vorgeschlagenen Maßnahmen finanziert, im letzten Jahr 67.333 Euro weniger für Energie aufwenden müssen. Die Investitionen abgezogen, blieben mehr als 9.000 Euro Gewinn.

Wie Bürgermeister Friedl und der städtische Umwelt- und Energiebeauftragte Eduard Arbach nach der Scheckübergabe ausführten, wurden nicht nur die Energie- und Wasserkosten der beteiligten Schulen erheblich gesenkt, sondern auch die durch Heizung und Stromverbrauch freigesetzten Emissionen verminderten sich entsprechend.

So konnte der Kohlendioxidausschuss von 1.100 Tonnen im Jahr um 330 auf 770 Tonnen pro Jahr reduziert werden.

Erreicht worden sind diese Ergebnisse durch eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen. Daran beteiligt waren Schüler und Lehrer, die zum Beispiel dafür gesorgt haben, dass nicht unnötig Licht brannte, Räume nicht überheizt oder Fenster geschlossen wurden.

In den beiden Realschulen haben die Schüler auch bei der Wärmedämmung der Dachböden aktiv mitgeholfen. Sie haben darüber hinaus Vorschläge für technische Verbesserungen wie etwa Bewegungsmelder erarbeitet.

Eine zentrale Rolle beim Energiesparen sei den Hausmeistern zugekommen, lobte der Bürgermeister ausdrücklich. Bei ihren täglichen Rundgängen durch die Häuser hätten sie stets darauf geachtet, das unnötige Verbraucher ausgeschaltet oder die technischen Anlagen wie Heizungen und Lüftungen energiesparend eingestellt und betrieben wurden.

Unter dem Strich haben sich also sowohl die Investitionen der Stadt als auch der Einsatz der Projektteilnehmer gelohnt. Die Schüler haben erfahren, dass man gegen Energieverschwendung etwas tun kann.

Mit 170.898 Euro übersteigen die bisher in den vier Jahren eingesparten Energiekosten bereits jetzt den Betrag, der für Maßnahmen investiert wurde.

Diese Erfolge blieben natürlich bei anderen Schulen nicht unbemerkt, sagte Arbach, so dass bei der Stadt bereist mehrere Anfragen für weitere Projekte eingegangen seien. Um dem gerecht zu werden, hat Bürgermeister Friedl nunmehr allen städtischen Schulen, die aktiv beim Einsparen von Energie und Wasser mitmachen, eine Prämie in Aussicht gestellt. Friedl:

"Wenn alle Schulen mitarbeiten wie die vier Vorreiter, dann wird das Ergebnis der Umwelt und dem städtischen Haushalt Entlastung bringen und den Fördervereinen zusätzliche Mittel."

(nach oben)