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Willi-Graf-Realschule

Das Treffen der Willi-Graf-Schulen in Koblenz - Seite 1

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Am 19.5. und 20.5.1998 trafen sich zum 8. Mal Vertreter der Schulen, die den Namen Willi Grafs führen, in der Willi-Graf-Grundschule in Koblenz-Neuendorf. Auf dem Bild seht ihr Natascha - Grundschülerin - und Katharina aus Saarbrücken vor der Gedenktafel im Eingangsbereich der Schule in Koblenz.

Koblenz

Es gibt insgesamt 8 Willi-Graf-Schulen:

die Willi-Graf-Grundschule in Koblenz-Neuendorf,
das Willi-Graf-Gymnasium in Berlin,
das Willi-Graf-Gymnasium in München und
das Willi-Graf-Gymnasium in Saarbrücken;
die Willi-Graf-Realschule in Euskirchen,
die Willi-Graf-Realschule in Saarbrücken,
die Willi-Graf-Realschule in Willich und
die Willi-Graf-Berufsschule in St. Ingbert.

Von den Schulen aus München und Willich waren leider keine Vertreter gekommen. Saarbrücken reiste mit der größten Delegation an: mit 6 Lehrerinnen und Lehrern, 3 Schülerinnen und 4 Schülern.
Knoop-Graf, Baez-Graf Es dürfte wohl einmalig in der Bundesrepublik sein, dass Schulen, die den gleichen Namen tragen, Kontakt untereinander halten. Verdanken tun sie das der Schwester Willi Grafs - Frau Anneliese Knoop-Graf - , die auch zusammen mit der zweiten Schwester Willis - Frau Mathilde Baez - Ehrengast des Treffens war. Frau Knoop-Graf versteht es, die Schulen in Verbindung und damit das Gedenken an ihren Bruder wach zu halten. Auf dem Bild seht ihr Frau Knoop-Graf (rechts) mit Frau Mathilde Baez-Graf und unserem Lehrer Herrn Theo Heinrichs.

Der 1. Tag:
Die Koblenzer hatten ein  tolles Programm auf die Beine gestellt. Es begann mit einer eindrucksvollen Feierstunde, die von Grundschülern gestaltet wurde. Dies war um so erstaunlicher, als es sich bei der Koblenzer Schule um einen Schule in einem sozialen Brennpunkt  handelt. Frau Teschke, die die erkrankte Direktoren Frau Thau vertrat, erläuterte in ihrer Begrüßungsrede, dass 50% der Kinder Ausländer mit Schülern aus 21 Nationen sind. Gemeinsames Essen, eine alternative Stadtführung (Juden in Koblenz), Empfang durch die Kulturdezentin, gemeinsames Abendessen mit vielen Gesprächen mit Schülern und Kollegen (und Schülerinnen und Kolleginnen) ließen den ersten Tag schnell vergehen. Alle bedauerten die kleine Katherina (Klasse 6) aus Saarbrücken, die Bauchschmerzen (Heimweh?) bekam und am Abend nach Hause fuhr.
Für alle Gäste aus den Schulen hatten sich Eltern, Kolleginnen und Kollegen aus Koblenz als Gastgeber gefunden, so dass wir alle eine kostenlose Übernachtungsmöglichkeit fanden.

Der 2. Tag:
Am nächsten Morgen konnten wir die Arbeit der Grundschullehrerinnen hautnah verfolgen: wir besuchten 2 Unterrichtsstunden in den 4. Klassen, die sich mit dem Thema "Willi Graf und seine Zeit" beschäftigten. Wir waren sehr skeptisch, ob in einer Grundschule dieses schwierige Thema umgesetzt werden könne. Doch es klappte hervorragend. Unter anderem auch deshalb, weil die beiden Schwestern den Kindern ganz persönliches von Willi erzählen konnten. ("Willi las abends immer so lange, dass wir ihm die Sicherung rausgedreht haben!!" - Schülerin zu Frau Baez, nachdem sie lange das Alter von Frau Baez ausgerechnet hatte:"Was, 82 sind sie schon? Wow!")
Ein Besuch im Bundesarchiv in Koblenz schloss sich an, leider lagern die Akten zum Thema "Widerstand" in Berlin. Trotzdem war der Besuch interessant.
Weitere Gelegenheit zu Gesprächen gab es beim gemeinsamen Mittagessen. Mit  vielen neuen Ideen, wie man sich dem Thema "Willi Graf" in der Schule besser nähern kann, fuhren alle nach Hause.

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